Veranstaltung

17.06. - 18.06.2004 | Berlin | Ernst-Reuter-Haus
Die Verantwortung der Jugendhilfe für Kinder von Eltern mit chronischen Belastungen

Im Jugendhilfealltag werden zunehmend Probleme von Kindern und Jugendlichen, die mit chronisch belasteten Eltern zusammenleben, wahrgenommen: Kinder, die zum Beispiel in suchtbelasteten Familien leben, psychisch kranke Eltern oder jugendliche Mütter haben. Diese Erkenntnis findet aber in der Praxis noch nicht hinreichend mit gezielten (strukturellen) Hilfeangeboten ihren Niederschlag. Bisherige Lösungen werden oftmals als noch unzureichend eingeschätzt. Ein besonderes Problem dabei ist, wie im Alltag eher unauffällige Kinder, deren Eltern chronische Störungen haben, erkannt werden können, welche Möglichkeiten diese Kinder haben, sich zu schützen, und was altersspezifisch bei der Entwicklung von Hilfeangeboten zu beachten ist.

Ziel der Tagung ist es, sich gemeinsam damit auseinander zu setzen:

  • welche chronischen Belastungen (auch kumuliert) auftreten können,
  • welche Wirkungen diese unter dem Aspekt von Entwicklungsgefährdung und von Entwicklungschancen auf das Alltagsleben betroffener Kinder und die Erziehungsfähigkeit ihrer Eltern haben,
  • wie frühzeitig ein Hilfebedarf, auch bei "unauffälligen Kindern", identifiziert werden kann,
  • welches Wissen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Umgang mit Kindern von chronisch belasteten Eltern brauchen,
  • wie die Umsetzung niedrigschwelliger Angebote der Jugendhilfe in Kooperation mit anderen Professionen wie der Psychiatrie und Institutionen in Regeleinrichtungen der Jugendhilfe aussehen sollte und welche es für "diese" Kinder bereits bundesweit gibt,
  • wie vorhandene Hilfestrukturen sinnvoll verknüpft und die Finanzierung hierzu sichergestellt werden kann.

Dabei ist es uns besonders wichtig, das Thema der Tagung aus der Sicht betroffener Kinder zu betrachten.

Dazu möchten wir Sie herzlich einladen.